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Silber
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Silber gilt als der „kleine Bruder“ des Goldes und war nach Kupfer und Gold das dritte Metall, das die Menschheit nutzte. Silber, was in altnordischer Sprache soviel wie „weiß“, „hell“ oder „blendend“ bedeutet, war lange Zeit wertvoller als Gold, obwohl es in der Natur rund 20 Mal häufiger vorkommt. Die Mystik verbindet Silber mit dem Mond, der Mondgöttin Luna werden weibliche Attribute wie Reinheit und Deutlichkeit zugeschrieben. Gegenpart war die männliche, „goldene“ Sonne.
Aufgrund seines geringeren Handelswertes trägt Silber den Ruf als „Edelmetall des kleinen Mannes“. Doch auch Silber kann eine beträchtliche Geldanlage sein. Gern schätzen wir für Sie den Wert Ihres Silbers und machen Ihnen ein Angebot. Die Bewertung und unser Angebot werden von uns persönlich durchgeführt und sind selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.
Silber-Einheiten und -Gewichte
Genauso wie Gold oder Platin wird auch das Gewicht von Silber in der angelsächsischen Einheit „Unze“ (abgekürzt oz.) angegeben. Korrekt heißt die Einheit eigentlich „Troy Unze“ (oz. tr.), allerdings wird das „Troy“ häufig nicht mitgeschrieben, da es im Handel mit Edelmetallen selbstverständlich ist. Doch außerhalb der Edelmetall-Welt kann die Begriffsvermischung zu Problemen, ist die gewöhnliche „Unze“ zum Beispiel auch der Name einer Einheit für das Gewicht von Lebensmitteln und entspricht rund 28,35 Gramm. Die „Troy Unze“ dagegen wiegt 31,1035 Gramm. Im deutschen Sprachgebrauch nennt man diese Einheit auch „Feinunze“, denn sie gibt nur den Edelmetallanteil an. Verunreinigungen werden vom Gesamtgewicht abgezogen.
Die Reinheit, sprich der Anteil des Edelmetalls pro 1000 Teile, wird wie beim Gold als „Feingehalt“ oder einfach als „Feinheit“ bezeichnet. Silberbarren und Münzen weisen in aller Regel einen Feingehalt von 999/1000 auf, meistens sogar den höchsten, der im normalen Handel erhältlich ist: 999,9/1000. Ein geringerer Feingehalt entsteht oft durch die Verbindung mit Kupfer oder anderen Legierungen, die dem Silber eine höhere Festigkeit verleihen sollen. Das berühmte „Sterling Silber“ etwa, aus dem häufig Bestecke gefertigt sind, hat einen Silbergehalt von 925/1000.
Silber-Eigenschaften
Das Edelmetall Silber trägt das Symbol Ag (von seinem lateinischen Namen „Argentum“) und die Ordnungszahl 47, im Periodensystem wird es unter der 5. Periode geführt. Es ist für ein Metall sehr weich und nach Gold das am besten dehnbare Metall und entsprechend gut verformbar. Kein Metall weist eine bessere thermische und elektrische Leitfähigkeit auf als Silber. Sein Schmelzpunkt liegt bei 961, 93 Grad Celsius, seine Siedetemperatur beträgt 2212 Grad Celsius. Die Härte von Silber (angegeben nach Friedrich Mohs) beträgt 2,7, mit einer Dichte von 10,50 g/cm3 gehört Silber zu den Schwermetallen.
Silber strahlt heller als alle anderen Metalle, genauer: es reflektiert am meisten Licht. Über 99,5 Prozent des Lichts wird von einer glatten, unkorridierten Silber-Oberfläche wieder zurückgeworfen. Deshalb diente Silber früher auch als Sichtfläche von Spiegeln. Silber reagiert nicht mit Sauerstoff, wohl aber mit dem spurenweise in der Luft enthaltenen Schwefelwasserstoff. Dieser oxidiert zusammen mit dem Silber zu Silbersulfid – das Silber läuft schwarz an. Luftdichte Lagerung oder eine Schutzschicht können diesen Effekt verhindern, regelmäßiges Polieren bringt den Glanz zurück. Umgekehrt wird Silber ständig heller und glanzvoller, je mehr man es benutzt.
Salzsäure kann Silber nichts anhaben, auch in einer Lauge bleibt es beständig. Dagegen löst es sich in Salpetersäure, ebenso in heißer, konzentrierter Schwefelsäure sowie in Alkalicyanidlösungen.
Silberhandel
Silber ist das Edelmetall, das am häufigsten in der Natur vorkommt, etwa 20 mal so häufig wie Gold. Durch seinen edlen Glanz war es dennoch jahrhundertelang ein ernsthafter Konkurrent des Goldes, erst mit der Einführung des Goldstandards Ende des 19. Jahrhunderts musste sich Silber endgültig geschlagen geben, die Preise entwickelten sich deutlich auseinander. Deshalb wird Silber heute häufig als „Gold des kleinen Mannes“ bezeichnet.
Silber wird in Barren oder als Münzen verkauft. Während der Goldhandel vom Staat ungeschoren bleibt, erhebt Deutschland auf den Handel mit Silberbarren und -münzen Mehrwertsteuer. Die weltweite Nachfrage nach Silber beträgt pro Jahr etwa 800 Millionen Unzen, der ein etwas geringeres Angebot von ca. 650 Millionen Unzen gegenüber steht. Ein rundes Drittel davon wird per Recycling gewonnen (etwa aus der Fotoindustrie). Neben Ankäufen zu Anlagezwecken stammt ein Teil der Nachfrage aus der Industrie (z. B. für Fotokameras, Batterien, Legierungen) oder aus der Medizin (Amalgam-Zahnfüllungen, Sterilisation von medizinischen Instrumenten).
Der Wert des Silbers ist gegenüber dem Gold extrem niedrig, jahrzehntelang war es das günstigste Anlagemetall überhaupt. In den letzten zwei Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts hatte es über neun Zehntel seines Wertes verloren. Seitdem steigt das Interesse an Silber als Wertanlage wieder an. In den Blickpunkt geriet Silber durch die Aufkäufe des weltberühmten Investors Warren Buffett, der im Januar 1998 über verschiedene Kanäle rund 20 Prozent einer Jahresproduktion Silber aufgekauft hatte. Nach Bekanntwerden der Aktion schoss der Silberpreis in den darauffolgenden Tagen in die Höhe. Weitere Anleger wie George Soros folgten Buffetts Beispiel und investierten in Silber.
Warren Buffett ist nicht der Erste, der mit Silber spekuliert. In den 1970er Jahren waren es die Brüder Hunt, die eine Spekulationswelle in Gang setzten. Zum Höhepunkt sollen die Brüder über insgesamt 350 Millionen Unzen verfügt haben, 200 Millionen davon über die Terminbörse COMEX. In der Spitze betrug der Wert einer Silberunze rund 50 US-Dollar. Beim Ausstieg der Hunts aus dem Silberhandel war sogar die US-Notenbank engagiert, um einen geordneten Rückzug zu ermöglichen. Im Jahr 1988 verurteilte ein Gericht die Brüder Hunt wegen Verschwörung zur Preismanipulation, noch im selben Jahr meldeten die Hunts Privatinsolvenz an.
Silbermünzen
Die meisten bekannten Anlagemünzen, die aus Gold herausgegeben werden (siehe Goldmünzen), gibt es parallel auch in einer günstigeren Silberversion. Zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten gehören der kanadische „Maple Leaf“ und der US-amerikanische „American Eagle“. Auch von der österreichischen Münze „Wiener Philharmoniker“ und dem mexikanischen „Libertad“ gibt es jeweils Ausgaben in Silber. Die bekannteste Anlagemünze überhaupt, der südafrikanische „Krügerrand“, existiert allerdings nur in Gold. Jedoch wird das bekannte Motiv des Springbocks gern verwendet für diverse billige Sammlermünzen ohne Nennwert und staatlichen Segen, schon gar nicht aus Südafrika. So tauchten bereits Krügerrand-ähnliche Silbermünzen aus der „Republik Malawi“ auf, die nichts mit dem berühmten Gold-Original gemein haben.
Es gibt allerdings eine berühmte Anlagemünze, die es ausschließlich aus Silber gibt, und die dementsprechend der Star unter den Silbermünzen ist. Es ist der australische „Kookaburra“, seit 1990 herausgegeben von der Prägeanstalt The Perth Mint. Die 1-Unzen-Version hatte ursprünglich einen Nennwert von fünf australischen Dollar (AUD), seit 1992 ist es nur noch ein AUD. Daneben gibt es Ausgaben von 2 Unzen, 10 Unzen und 1 Kilogramm (Nennwert des 1-kg-Schwergewichts: 30 AUD). Die Vorderseite der Münze zeigt den australischen Kookaburra-Vogel, den Namensgeber für das Sammlerstück. Die Rückseite ziert ein Porträt des offiziellen Staatsoberhauptes Australiens, Queen Elizabeth II. Neben der Silber-Ausgabe gibt es auch spezielle Kookaburra-Münzen mit Gold-Applikation, die denen zum Beispiel das Motiv des Vogels mit dem goldenen Metall besonders hervorgehoben wird. Außerdem gibt es, wenn auch keine „echt goldenen“, so doch vergoldete Versionen des Kookaburra.
Vorsicht geboten ist beim Handel mit Silbermünzen bei der Mehrwertsteuerregelung. Im Gegensatz zum Gold ist der Handel mit Silber in der Regel voll mehrwertsteuerpflichtig, das gilt für Münzen ebenso wie für Barren. Doch keine Regel ohne Ausnahme. Einige Münzen sind von dieser pauschalen Regelung ausgenommen und werden stattdessen mit einem verringerten Steuersatz von 7 Prozent besteuert.



